Sie befinden sich hier:

 
 

Einstellungen

Textvergrößerung

Darstellungsstil

   

 
 
 
 

Erfahrungsbericht: Duales Studium Wirtschaftsinformatik

Bezeichnung: Duales Studium Wirtschaftsinformatik (Abschluss: Diplom) mit Ausbildung zum Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration
Modell: ausbildungsintegrierend

Dieses Ausbildungsangebot in der Datenbank von AusbildungPlus

Ausbildungsinstitution: FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH Hochschulstudienzentrum Frankfurt
Ausbildungsbetrieb: Fraport AG

 
 
 
 

Autorin: Dennis Ewig

Während meines Abiturs stellte ich mir die Frage, welche Form der Ausbildung am besten zu mir passt.

Für mich stand fest, dass eine rein theoretische Ausbildung an einer Hochschule so nicht in Frage kommt. Ich wollte neben einer theoretischen Ausbildung die Praxis bzw. das Berufsleben kennenlernen. Aus diesem Grund entschied ich mich zu einer dualen Berufsausbildung zum Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration bei der Fraport AG, der Eigentümerin und Betreiberin des Frankfurter Rhein-Main-Airports, sowie zu einem parallel zur Berufsausbildung verlaufenden Studium zum Diplom-Wirtschaftsinformatiker (FH) an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management.

In dieser Kombination sah ich die für mich beste Möglichkeit, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden und eine sehr gute Basis für meinen späteren beruflichen Werdegang. Die FOM, die ich nach aktiver Suche über das Internet gefunden hatte, ist eine staatlich anerkannte Hochschule, an der man in Abend- und Wochenendvorlesungen einen akademischen Abschluss auf Hochschulniveau erwerben kann.

Hier lehren neben hochqualifizierten Wissenschaftlern auch Spezialisten und erfahrene Führungskräfte aus der Wirtschaft, wodurch die Praxisnähe des Studiums stets gegeben ist.
 

Mein Studium an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management in Frankfurt am Main begann im September 2006,

wenige Tage nach dem Start meiner Berufsausbildung.

Zu dieser Zeit wusste ich noch nicht genau, was auf mich in den nächsten dreieinhalb Jahren zukommen würde und ob ich der Herausforderung »Studium parallel zur Berufsausbildung« überhaupt gewachsen bin. Gleich zu Beginn merkte ich, dass ein nicht unerheblicher zeitlicher Aufwand von Nöten sein würde, um mich, neben der Arbeit, optimal auf die Klausuren in der Hochschule, aber auch auf die in der Berufsschule vorzubereiten. Nicht selten musste ich hierfür auch den letzten verbleibenden „freien“ Wochentag, den Sonntag, opfern.

An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass es von großem Vorteil ist, wenn man in der Lage ist, sich seine zur Verfügung stehende Zeit genau einzuteilen bzw. wenn man über ein gutes Zeitmanagement verfügt und auch hin und wieder die ausbildungsrelevanten Pflichten den privaten Interessen voranstellen kann. Meiner Meinung nach gilt dies besonders für das erste Studien- bzw. Ausbildungsjahr, denn hier kann man in der Regel noch nicht genau einschätzen, wo man steht. Einen weiteren, bei der Entscheidung für eine solche duale Ausbildung auch nicht zu vernachlässigenden Aspekt, stellt die Entfernung zwischen Wohnort, Studienort und Arbeitsplatz dar. Liegen die Orte zu weit auseinander, pendelt man permanent zwischen Arbeitsstätte, Berufsschule und Hörsaal.

Dies stellt, neben einer gewissen nervlichen Belastung, einen erheblichen zeitlichen Aufwand dar, vor allem, wenn man größtenteils auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist. Eine Wohnung in der Nähe ist dann sicherlich eine Überlegung wert.
 

Während meiner Ausbildung konnte ich das in der Hochschule sehr praxisnah vermittelte Wissen direkt in den verschiedenen Fachabteilungen des Unternehmens einsetzen.

Dies betraf in der Zeit der Ausbildung vor allem die informationstechnologischen Gesichtspunkte, da ich Fachinformatiker lernte. In der Zeit nach der Ausbildung konnte ich die informationstechnologischen und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkte gleichermaßen anwenden. Im Umkehrschluss haben sich die im Unternehmen gesammelten praktischen Erfahrungen sehr positiv auf das Studium ausgewirkt bzw. das Studium sinnvoll ergänzt. Die Kombination Berufsschule und Hochschule birgt ebenfalls viele positive Aspekte. So werden im Rahmen der beiden Ausbildungen größtenteils unterschiedliche, aber in einen Kontext gehörende Themen behandelt, sodass man oft einen besseren Gesamtüberblick erhält. Spezifische Themen dagegen werden abwechselnd in Berufs- oder Hochschule intensiver behandelt.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich auf diese Weise viele Themen besser verstanden habe und mir das Erfassen von neuen Themen letztendlich leichter gefallen ist.
 

Was besonders für diese doch recht ungewöhnlichen Art der Ausbildung spricht, ist, ...

... dass der Arbeitgeber hier einen besonders leistungsbereiten, lernwilligen und zielstrebigen jungen Menschen sieht, den es zu fördern lohnt. Aus diesem Grund war auch immer die Unterstützung im Unternehmen, was mich betrifft, gegeben. Unterstützung gab es vor allem in der Zeit während der Berufsausbildung, aber auch in der Zeit nach der Berufsausbildung, in der immer kompetente und hilfsbereite Menschen für meine Fragen ein offenes Ohr hatten. Ein weiterer wichtiger Aspekt, der für diese Art der Ausbildung spricht, ist, dass man schon frühzeitig erste Berufserfahrungen sammeln kann und nach dem Studium schon voll in ein Unternehmen integriert ist.

Heute bin ich 24 Jahre alt und habe aus meiner Sicht die Berufsausbildung sowie das Studium sehr erfolgreich abgeschlossen. Ich arbeite nun im SAP Business Intelligence-Umfeld bei der Fraport AG. Zu meinen Aufgaben gehören u. a. die Unterstützung der Controlling-Abschlussprozesse im Unternehmen und die permanente Weiterentwicklung unseres Data Warehouse. Ein Job, der sehr interessant ist, aber auch ein hohes Maß an Kompetenz erfordert. Meiner Ansicht nach ist dies eine genau auf einen Wirtschaftsinformatiker abgestimmte Stelle, auf der man sowohl seine IT-Kenntnisse, als auch seine betriebswirtschaftlichen Kenntnisse gezielt anwenden kann. Blicke ich heute auf die vergangenen Jahre zurück, kann ich für mich sagen, dass die zeitliche und finanzielle Investition auf jeden Fall die richtige Entscheidung war.

Ich hoffe, dass mein doch recht kurz gehaltener Erfahrungsbericht dem ein oder anderen Auszubildenden bei seiner Entscheidung für oder gegen ein paralleles Studium, sei es an der FOM oder an einer anderen Ausbildungsinstitution, hilft. In diesem Sinne, viele Grüße und einen erfolgreichen Start ins Berufsleben.

 
 

Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Der Präsident
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
http://www.bibb.de

Copyright: Die veröffentlichten Inhalte sind urheberrechtlich geschützt.
Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers dar.