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Erfahrungsbericht: Duales Studium Business Adminsitration

Bezeichnung: Duales Studium Business Adminsitration (Abschluss: Bachelor of Arts) neben der Ausbildung zur Bürokauffrau und der beruflichen Tätigkeit als Bürokauffrau
Modell: ausbildungsintegrierend / berufsbegleitend

Dieses Ausbildungsangebot in der Datenbank von AusbildungPlus

Ausbildungsinstitution: FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH Hochschulstudienzentrum Bremen

 
 
 
 

Autorin: Jana Sonnenberg

Da stand ich nun…ungefähr ein dreiviertel Jahr bevor ich meine Abschlussprüfung vor der IHK als Bürokauffrau haben sollte.Und auch, wenn einem diese Zeitspanne zunächst lang vorkommen mag, so rückte die Zukunft unaufhaltbar näher.

Ich bekam richtige Zukunftsängste und fragte mich, wie geht es jetzt weiter?

Diese Frage hatte ich mir schon zwei Jahre zuvor gestellt. Nach dem Abi: „Wie geht es weiter?“ Damals hatte ich mich schnell entschieden: „Erst einmal etwas Handfestes und arbeiten gehen.“ Da hatte ich wirklich Lust zu und ich freute mich über einen Ausbildungsplatz zur Bürokauffrau. Aber schon damals stand für mich fest, ich werde trotzdem noch studieren, dann erst nach der Ausbildung. Warum denn auch nicht, man ist ja noch jung und man hat noch so viel Zeit, sich zu entscheiden. Die Entscheidung zur Ausbildung habe ich jedenfalls nicht bereut.

Das Arbeitsleben gefällt mir gut und es macht Spaß, jeden Tag vor neue Aufgaben gestellt zu werden, die man allein oder mit den Kollegen lösen kann.

Aber trotzdem war da immer dieser Gedanke: „Du willst noch studieren.“

Und schließlich war ich an dem oben besagten Punkt angekommen: Noch ein dreiviertel Jahr bis zur Abschlussprüfung. Wie geht es weiter? Ich fing an, das Internet nach Studienangeboten zu wälzen und eine Berufs- und Studienmesse nach der anderen zu besuchen.

Aber was wollte ich eigentlich? Ein Vollzeitstudium mit Kommilitonen, Kursen und natürlich jeder Menge Spaß? Auf der anderen Seite macht mir die Arbeit in der Firma so viel Freude. Abwechslungsreich ist sie, spannend und lehrreich und das monatliche Gehalt ist natürlich auch nicht zu verachten. Geht denn nicht beides?


Klar hatte ich schon von einem „dualen Studium“ gehört, das Ausbildung und Studium miteinander verbindet. Aber dafür war es doch für mich, im 2. Lehrjahr, viel zu spät und noch eine Ausbildung machen? Und ein Fernstudium? Ich konnte mir nicht wirklich vorstellen, alleine zu Hause zu sitzen und mich auf Klausuren vorzubereiten, ohne Vorlesungen und ohne andere Studierende.

Und dann stand ich auf einmal auf einer Messe vor dem Stand der FOM, der Fachhochschule für Ökonomie und Management. Hier wurde geworben mit: „Studium neben dem Beruf, für Auszubildende und Berufstätige. In Abend- und Wochenendvorlesungen.“ Für mich klang das zu schön, um wahr zu sein. Das sollte gehen? Auch für mich im 2. Lehrjahr? Nach einem kurzen Gespräch und der Teilnahme an einer Infoveranstaltung war ich überzeugt. Das werde ich machen!

Klar hat man am Anfang auch Bedenken. Vielleicht ist das zu anstrengend neben der Ausbildung und später neben dem Beruf. Hat man dann überhaupt noch Freizeit? Und natürlich spielt auch der finanzielle Aspekt eine Rolle, schließlich handelt es sich um ein privates Studium.

Trotzdem habe ich es bis heute nicht bereut, das Studium im September 2009, am Anfang meines 3. Lehrjahrs, zu beginnen.

Natürlich ist es nicht immer einfach, sich für eine Freitagabendvorlesung oder einen Samstag in der Uni zu motivieren und natürlich muss man auf einen Teil seiner Freizeit verzichten. Dafür verbindet dieses Studium neben dem Beruf für mich die Vorteile beider Seiten optimal: Ich verdiene mein eigenes Geld und sammle vor allem Berufserfahrung, und zwar während der gesamten Studienzeit. Diese dauert insgesamt 3 ½ Jahre (sieben Semester), also nur unwesentlich länger als ein Vollzeit-Bachelor-Studium.

Ich werde mich also nach der Studienzeit wesentlich von den Vollzeitstudenten unterscheiden.

Denn ich habe mit knapp 24 Jahren eine abgeschlossene Ausbildung, ein abgeschlossenes BWL-Studium und dazu insgesamt über sechs Jahre Berufserfahrung. Hieran sieht man auch, wie viel Zeit man durch so ein duales Studium spart! Und dies sind Faktoren, die für eine erfolgreiche, berufliche Laufbahn sehr entscheidend sind: Bildungsstand, Alter und Erfahrungen.

Auch die Studienbedingungen in diesen dualen Studiengängen sind hervorragend: Die Kurse in einer vernünftigen Größe mit einem Dozenten und einem Unterricht, der an Schulunterricht erinnert. Hier kann man richtig lernen und nachhaken, wenn man etwas nicht verstanden hat. So etwas ist in Univorlesungen mit 300 Leuten fast unmöglich.

Außerdem studiert man nicht allein! Ich sitze mit knapp 40 Kommilitonen in einer Vorlesung und bekanntlich lernt es sich zusammen erheblich leichter. So machen auch die Vorlesungen am Samstag Spaß. Natürlich ist es auch ein riesiger Vorteil, dass alle aus verschiedensten Branchen und Firmen, aber auch aus den verschiedensten Altersgruppen kommen. Der Austausch über die beruflichen Erfahrungen ist auch für die eigene, berufliche Zukunft sehr interessant. Gerade für mich, die kurz vor der Übernahme aus dem Ausbildungsverhältnis stand, waren die Tipps meiner Kommilitonen sehr hilfreich. Und wenn gesagt wird, im Studium lernt man Freunde fürs Leben kennen, so gilt das sicher auch für das duale Studium.
 

Natürlich will ich an dieser Stelle nicht verschweigen, dass einem ein solches Studium, neben den herausstechenden Vorteilen, auch einiges abverlangt.

Disziplin und Ehrgeiz sind wichtige Eigenschaften, um das Studium neben einer harten 40-Stunden-Woche im Job durchzuziehen. Und zweifelsohne muss man öfter auf eine Freizeitaktivität verzichten, um an Vorlesungen teilzunehmen oder sich auf Klausuren vorzubereiten. Aber im Großen und Ganzen macht das Studium natürlich auch Spaß und dann fällt der Verzicht auch nicht mehr so schwer. Und wenn man dann die Inhalte des Studiums in seinem Arbeitsumfeld wiederfindet und neben den beruflichen Erfolgen auch die guten Ergebnisse im Studium kommen, dann weiß man, dass sich der Aufwand lohnt. Für mich hat es das bereits jetzt.
 

Die theoretischen Teile der Ausbildung und des Studiums ergänzten sich für mich perfekt, so dass ich hier eine tolle Grundlage aufgebaut habe.

Auch meinen Arbeitgeber hat mein Engagement und die Eigeninitiative für das Studium überzeugt. Und so stand einer Übernahme nichts im Wege. Dass ich nun auch von dieser Seite eine große Unterstützung für mein Studium erfahre, ist natürlich ein weiterer Vorteil und zeigt mir, dass ich den richtigen Weg gewählt habe.

Ich habe im Studium bisher viele tolle Leute kennen gelernt und ich freue mich auf die weiteren Semester. Und natürlich auch darauf, weiterhin täglich einen spannenden Job auszuüben, der mir Spaß macht und der für mich momentan eine sichere Zukunft bedeutet. Ich kann also nur festhalten, dass das duale Studium eine tolle Möglichkeit ist, die Vorteile des Studiums und die Vorteile der Ausbildung bzw. der Berufstätigkeit zu nutzen und miteinander zu verbinden. 
 

Und wenn man dies nicht direkt zu Beginn der Ausbildung über den Arbeitgeber nutzen kann und die Möglichkeiten dazu hat, kann das duale Studium auch eigeninitiativ an einer privaten Hochschule stattfinden, so wie ich es auch gemacht habe.

Nach gut drei Jahren hat man, neben der abgeschlossenen Ausbildung, auch ein abgeschlossenes, staatlich anerkanntes Studium in der Tasche. Dann braucht man wirklich keine Angst mehr vor der Zukunft zu haben!

 
 

Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Der Präsident
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
http://www.bibb.de

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